Regress des Haftpflichtversicherers bei Trunkenheit

Al­ko­hol am Steuer kann nicht nur den Füh­rer­schein kos­ten sondern auch sehr teu­er werden. Dies musste ein Autofahrer feststellen, der anlässlich einer Trun­ken­heits­fahrt mit einer Blutalkoholkonzentration von 2,1 Promille einen Ver­kehrs­un­fall verursacht hat, indem er an einer T-Kreuzung ohne an der Ein­mün­dung am Ende der von ihm befahrenen Straße nach rechts oder links ab­zu­bie­gen, geradeaus weiter fuhr und die Grundstücksmauer eines dort liegenden An­we­sens durchbrach.

Die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung hat den Schaden des Grund­stücks­ei­gen­tü­mers i.H.v. 4.657,17 € reguliert und von dem Unfallverursacher zu­rück­ge­for­dert.

Der Bundesgerichtshof hat ebenso wie die beiden Vorinstanzen dem Ver­si­che­rer Recht gegeben und seine Rechtsprechung bekräftigt, dass bei einer grob fahr­läs­si­gen Verletzung einer versicherungsvertraglichen Obliegenheit (hier: Fah­ren im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit) der Versicherer die Leistung voll­stän­dig versagen kann.

BGH-Urteil vom 11.01.2012 Ak­ten­zei­chen VI ZR 251/10

RA Watznauer

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